Afrikanische Sandboa 

Gongylophis colubrinus loveridgei

Kopfportrait
Kopfportrait

Einleitung

Ich erwarb zwei Nachzucht Jungtiere vom Jahr 2015. Anfänglich fraß nur eine aber innerhalb kurzer Zeit nahm auch das zweite Exemplar tote Babymäuse an. 

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich hauptsächlich über Kenia bis Tansania. Bewohnt werden extrem trockene und sandige Lebensräume. In Kenia sollen sie sogar bis ins nördliche Gebiet des Tsavo Ost vorkommen. Die natürliche Durchschnittstemperatur beträgt 28 - 40 Grad Celsius. 

Haltung

Ich halte die kleinen Jungschlangen in einem kleinen Glasterrarium wie man sie für Spinnentiere und Insekten her kennt. Diese Terrarien haben eine auf der Frontseite eine von unten nach oben herausschiebbare Glasscheibe. Auf der unteren Frontseite habe ich zwei Silikontupfer auf die Glaskante angebracht damit die Falltür aus Glas nicht komplett nach unten fällt. Dadurch kann eine Luftzirkulation des Terrariums entstehen die nach oben hin durch das hintere Lochblech wieder entweicht. Die Maße beträgt 20 cm ( L ) x 30 cm ( T ) x 20 cm ( H ). Als Bodensubstrat verwende ich feinen Spielsand ( Sahara ) der einen helleren Farbton besitzt. Eigentlich möchte ich lieber einen gelblich- rötlichbraunen Sand verwenden, da dieser den natürlichem Herkunftsbiotop dieser Schlangen nahe kommt ( rote Erde des Tsavo - Gebietes ). Als Wärmequelle verwende ich ein mittelstarkes Heizkabel, das in mehreren Windungen die halbe Bodenfläche unterhalb des Terrariums verlegt wurde, so das lokal eine Tagestemperatur von 35 Grad Celsius erreicht wird. Nachts sollte die Temperatur nicht unter 25 Grad Celsius sinken. Hierbei kann man die Bodenheizung in den Wintermonaten nachts eingeschaltet lassen. 

Männchen auf meiner Hand
Männchen auf meiner Hand

Beutespektrum

Echsen wie Geckos, kleine bis mittelgroße Nagetiere, selten kleine Vögel 

Fortpflanzung

Am 14. Juni entdeckte ich sieben Jungtiere im Terrarium des Paares. Die Jungtiere waren anfangs noch recht scheu und häuteten sich nach einer Zeit. Erst nach einigen Wochen legte ich tote Babymäuse auf einen Stein in das Terrarium. Nach und nach nahmen die noch sehr kleinen Babyschlangen die Babymäuse an. Sie entpuppten sich als gute Fresser, besser als die Elterntiere in diesem Alter ! Einige Exemplare beißen auch wenn sie in die Hand genommen werden, aber das ist nur eine Schutzreaktion um sich vor Feinden zu wehren. Der Biss ist harmlos und tut nicht weh. Es ist vielmehr ein Zwicken. Ich werde die kleinen Sandboas alle zusammen in ein separates Terrarium überführen, damit die Elterntiere nicht die Beute ihrer sogenannten "Kinder" weg schnappen. Ich beobachtete schon einmal das das adulte Weibchen sich in die tote Babymaus und eins von den Baby Sandboas verbiss. Das Jungtier lies blitzschnell los und flüchtete in den Sand. Man sollte die Sandboas immer beobachtend füttern, um Beißereien untereinander zu vermeiden.

0,0,7 Nachzucht 14. Juni 2019
0,0,7 Nachzucht 14. Juni 2019

Fotos aktuell Juli 2018